Seitenbanner

Stahlimporte nach Südamerika – Ausblick 2026: Infrastruktur, Energie und Wohnungsbau treiben strukturellen Nachfrageanstieg an


Buenos Aires, 1. Januar 2026Südamerika steht vor einem neuen Zyklus in der Stahlnachfrage, da die Investitionen in Infrastruktur, Energieentwicklung und städtische Wohnungsbauprojekte in mehreren Ländern zunehmen. Branchenprognosen und Handelsdaten deuten darauf hin, dass 2026 ein neuer Boom im Stahlimportsektor erwartet wird, insbesondere bei Baustahl, Grobblechen, Rohren und Langstahl für den Hoch- und Tiefbau, da die inländische Produktion nicht ausreicht, um den Projektbedarf zu decken.

Von Argentiniens Schieferölexpansion und Kolumbiens Wohnungsbauprojekt bis hin zu Boliviens LithiumAuf der Grundlage des industriellen Wachstums etabliert sich importierter Stahl zunehmend als strategischer Input für nationale Entwicklungsprogramme in der gesamten Region.

Argentinien: Vaca Muerta und Infrastrukturausgaben stützen das Importwachstum

Die argentinischen Stahlverbände erwarten, dass die Stahlproduktion bis 2026 auf 13 % steigen wird.angeführt von kontinuierlichen Investitionen in das Schieferöl- und Gasbecken von Vaca Muerta sowie von groß angelegten öffentlichen Bauprojekten wie Autobahnen, Staudämmen und Energiekorridoren.
Alle bisherigen Entwicklungen sind baulich stahlintensiv. Die Nachfrage wird sich voraussichtlich auf Folgendes konzentrieren:
Mittel- und hochbelastbare Stahlplatten für Staudämme, Kraftwerke und Tiefbauarbeiten
Stahl für Rohrleitungen und geschweißte Leitungsrohre für die Öl-, Gas- und Wasserversorgung
Strukturschnitte für Brücken, Eisenbahnen und öffentliche Gebäude
Die heimischen Stahlwerke werden ihre Produktion voraussichtlich steigern, doch der Bedarf an bestimmten Stahlsorten und die angespannte Versorgungslage – insbesondere bei dickwandigen Blechen und Rohrleitungsstahl – deuten darauf hin, dass Importe weiterhin eine wichtige Rolle für das Marktgleichgewicht spielen werden. Branchenkenner gehen davon aus, dass Argentinien im Jahr 2026 bis zu mehrere hunderttausend Tonnen Flach- und Baustahl importieren könnte, abhängig vom Projektfortschritt und der Finanzierungslage.

Kolumbien: Wohnungsbau sichert langfristige Stahlimportnachfrage

Der Stahlmarkt in Kolumbien ist eine andere Geschichte.Die lokale Produktion hat sich abgeschwächt, aber der Bausektor hält sich bisher gut. Quelle: Forge Consulting. Laut Vertretern der Bauindustrie bleibt der Stahlverbrauch aufgrund laufender Projekte im städtischen Wohnungsbau, vor allem im Bereich Bewehrungsstahl, weiterhin hoch.
Daher steigen die Importe von Langstahl nicht aus Wunsch, sondern aus Notwendigkeit, um das sinkende inländische Angebot auszugleichen. Wichtige Importprodukte sind:
Stahlstange (Bewehrungsstahl) für gewerbliche und Wohn-/Kommunalbauten
Drahtstangeund Händlerleiste für die Herstellung und Hardware
Installationen von Versorgungsunternehmen und Infrastrukturen mitStahlrohre
Die Handelsströme haben sich bereits angepasst. Kolumbien bezieht zunehmend Eisen- und Stahlprodukte aus der Region und darüber hinaus, wobei die Nachfrage nach Wohnraum den Bedarf an Stahl für den Bau antreibt und dieser bis 2026 durch Urbanisierungs- und öffentliche Investitionsprogramme die strukturelle Unterstützung sichern soll.

Bolivien: Lithiumgewinnung verändert die Nachfrage nach Industriestahl

Boliviens verstärkter Lithiumabbau entwickelt sich zu einer weiteren Nachfragequelle für Stahl in Südamerika. Der Bau großer Industrieanlagen in Stahlrahmenbauweise, Verarbeitungsanlagen und der dazugehörigen Energieinfrastruktur führt zu einer größeren Abhängigkeit des Landes von Stahlimporten.
Die mit der Lithiumgewinnung verbundene Stahlnachfrage konzentriert sich auf Folgendes:
Schwere Bauteile (H-Träger, Spalten) für Verarbeitungsanlagen
Stahlplatten und Stahlbauteile für industrielle Zwecke
Elektrostahlprodukte und Übertragungstürme für den Netzausbau
Aufgrund der vergleichsweise unterentwickelten heimischen Stahlproduktions- und Fertigungskapazitäten Boliviens gehen Branchenteilnehmer davon aus, dass bis 2026 Dutzende Tausend Tonnen Bau- und Elektrostahl importiert werden müssen, da Projekte von der Planungsphase in die Ausführungsphase übergehen.

Regionaler Kontext: Importe gleichen strukturelle Angebotslücken aus

Auf regionaler Ebene besteht in Südamerika weiterhin ein strukturelles Ungleichgewicht zwischen dem Wachstum der Stahlnachfrage und den lokalen Produktionskapazitäten. Daten des Lateinamerikanischen Stahlverbands (Alacero) zeigen, dass die Importe Ende 2025 mehr als 40 % des tatsächlichen Stahlverbrauchs ausmachten – ein Anteil, der mit der Erholung der Infrastrukturinvestitionen tendenziell steigt.
Diese Importabhängigkeit ist besonders ausgeprägt bei:
Stahl für Pipelines und Energieanlagen
Schwere Platten und hochfeste Strukturprofile
Qualitätszertifizierte Bewehrungsstäbe und Langprodukte
Da die Regierungen der Energiesicherheit, der logistischen Vernetzung und dem Wohnungsangebot Priorität einräumen, bleibt importierter Stahl unerlässlich, um die Dynamik im Baugewerbe aufrechtzuerhalten.

Prognose 2026: Wichtigste importierte Stahlkategorien in Südamerika

Auf Grundlage angekündigter Projekte, Handelsströme und Nachfragemuster der einzelnen Sektoren wird erwartet, dass die folgenden Stahlkategorien im Jahr 2026 die südamerikanischen Importe dominieren werden:

Stahlproduktkategorie Kernanwendungen Geschätztes Importvolumen (2026)
Strukturquerschnitte (I-/H-/U-Träger) Gebäude, Fabriken, Brücken 500.000 – 800.000 Tonnen
Mittlere und schwere Platte Staudämme, Energie, Infrastruktur 400.000 – 600.000 Tonnen
Rohrleitungen und geschweißte Rohre Öl und Gas, Versorgungsunternehmen 300.000 – 500.000 Tonnen
Bewehrungsstahl und Baustahl Wohnungsbau, Stadtentwicklungsprojekte 800.000 – 1,2 Millionen Tonnen
Übertragungs- und Elektrostahl Stromnetze, Umspannwerke 100.000 – 200.000 Tonnen

Aussichten für dieDie südamerikanische Stahlindustrie im Jahr 2026Dies deutet auf eine anhaltende Importorientierung hin, insbesondere bei höherwertigen und projektkritischen Stahlprodukten. Die infrastrukturbedingte Nachfrage dürfte selbst dann schneller wachsen als die heimische Produktion, wenn sich die lokalen Anbieter in einigen Ländern wieder erholen.
Die Region ist aufgrund von Investitionen in die Energiewende, dem Ausbau des Bergbaus und der fortschreitenden Urbanisierung ein strukturell attraktiver Standort für globale Stahlexporteure. Für die südamerikanischen Volkswirtschaften sind Stahlimporte nicht nur eine Handelsgröße, sondern eine notwendige Voraussetzung für Wachstum, Modernisierung und industriellen Wandel.

ROYAL GROUP

Adresse

Kangsheng Entwicklungsindustriezone,
Bezirk Wuqing, Stadt Tianjin, China.

Std

Montag-Sonntag: 24-Stunden-Service


Veröffentlichungsdatum: 08.01.2026